Arbeit 4.0 – Wenn sich Jobs durch Digitalisierung verändern

Das Leben gestaltet sich zunehmend digitaler. Auch in der Arbeit verschwimmen die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt immer mehr. Bereits mehr als drei Viertel der Deutschen nutzen das Internet auch beruflich und wir befinden uns mitten im digitalen Wandel in Richtung Arbeit 4.0.

Der Begriff „Arbeit 4.0“ geht aus der „Industrie 4.0“ hervor. Damit ist die 4. industrielle Revolution gemeint, mit der auch die Veränderungen der Arbeitsformen und die Voraussetzungen hierfür gesamtheitlich betrachtet einher gehen. Die Arbeitswelt der Zukunft ist vor allem durch die digitale Transformation geprägt. Bei der digitalen Transformation handelt es sich um verändernde Prozesse in der Gesellschaft und auch der Wirtschaft durch den Einfluss neuer Technologien.

Arbeiten im Homeoffice

Durch die Coronapandemie hat sich schließlich eine bereits länger existierende Arbeitsform am Jobmarkt etabliert: Das Homeoffice. Die digitale Arbeit im Homeoffice verläuft zu 100 Prozent online. Bekannt ist auch, dass es von Seiten der ArbeitnehmerInnen immer mehr gewünscht wird. Diese Arbeitsform kann vor allem für ArbeitnehmerInnen mit Betreuungspflicht zu einer Chancengleichheit beitragen. Somit kann unter anderem auch die effektive Arbeitszeit besser eingeteilt werden, da die Anreise zum Dienstort entfällt.

Viele Unternehmen bieten mittlerweile hybride Arbeitszeitmodelle an. Das sind Mischformen zwischen Arbeitstagen mit Anwesenheit im Büro und vereinbarten Homeoffice-Tagen.

New Work

Ein weiteres Konzept in der Arbeit 4.0 ist „New Work“, zu dem der digitale Wandel maßgeblich beiträgt. Darunter versteht man die Freiheit und Flexibilität der Arbeitnehmerschaft bezüglich der Selbstverwirklichung in der Arbeitswelt, sowie auch im privaten Umfeld.

Dies basiert auf den Aspekt, dass ArbeitnehmerInnen ihre Tätigkeit nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen selbstbestimmt gestalten können. Außerdem wird auch vermehrt abteilungsübergreifend anstatt in homogenen Gruppen gearbeitet.

Ein wichtiges Merkmal von New Work ist auf jeden Fall die Förderung der Kreativität der MitarbeiterInnen.

Damit New Work funktionieren kann, benötigt es ein paar grundlegende Voraussetzungen, auf welche sich Unternehmen im Vorfeld vorbereiten müssen:

  • Arbeitsumgebung strukturieren: Räumliche, sowie zeitliche Strukturierung, wie etwa offen gestaltete Büroräume oder der 6-Stunden-Tag.
  • Technische Strukturen: Ohne Internet geht nichts. Bei New Work ist vor allem das ortsunabhängige Arbeiten besonders wichtig.
  • Unternehmens- und Prozessstrukturen: Arbeiten in agilen Teams, gemeinsam mit Führungskräften, welche die digitale Transformation vorantreiben, ist bei New Work auch zu beachten.

Crowdworking

Ein weiteres sehr flexibles Modell in der Arbeitswelt 4.0 ist das Crowdworking. Hier lagern Firmen Tätigkeiten über das Web an unabhängig Beschäftigte aus. Ein Vorteil an dieser Arbeitsform ist vorrangig der Freiraum hinsichtlich der Arbeitszeiten.

Die wohl bekannteste Ausprägung des Crowdworking in der Arbeit 4.0 ist die Tätigkeit als virtuelle persönliche Assistenz. Eine virtuelle persönliche Assistenz erledigt Aufgaben außerhalb des Kerngeschäfts eines Unternehmens.

Anstieg der Einzelunternehmen

Durch die Veränderung der Arbeitswelt macht sich auch ein Anstieg der selbständigen Einzelunternehmen bemerkbar. Solo-Selbstständige, auch „Freelancer“ genannt, kommen überwiegend aus der Kreativbranche und waren zuvor meist als Angestellte tätig. Viele möchten sich auch nicht in einen bestehenden Großkonzern eingliedern und bieten stattdessen lieber ihre Dienstleistungen selbst an.

Lifelong Learning als Karrierebooster

Was künftig immer wichtiger wird, ist der Aspekt des lebenslangen Lernens. Zukünftig wird es wichtig sein, sich schnell auf neue Sachlagen einzustellen und sich neues benötigtes Wissen selbstständig anzueignen. Rund 8 von 10 der technologischen Neuerungen am Arbeitsmarkt erfordern nämlich eine stetige Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten.

Roboter und künstliche Intelligenz als Unterstützung

Auch der technische Fortschritt ist schon lange nicht mehr aufzuhalten. Durch die digitale Transformation werden die Themen Automatisierung, Robotik, sowie der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Arbeit 4.0 immer wichtiger. Die Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat ergeben, dass dadurch keine Arbeitsplätze verloren gehen.

Solche Technologien übernehmen zwar viele Aufgaben, die zuvor ein Mensch erledigt hat, aber dadurch entstehen auch zahlreiche neue Arbeitsplätze. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass ArbeitnehmerInnen durch neue Technologien ihre Tätigkeit erleichtert wird.

Weitere Studien haben gezeigt, dass Deutschland als Wirtschaftsstandort gut für die digitale Welt der Arbeit 4.0 gerüstet ist. Außerdem sehen 9 von 10 Unternehmen Digitalisierung als Chance.

 

 

Fazit

Der Wandel der Arbeitswelt hinsichtlich Arbeit 4.0 ist mitten im Gange. Neue technische Innovationen stellen teilweise die berufliche Qualifizierung vor Herausforderungen.

Das Aufgabengebiet der Beschäftigten, die vom Wandel betroffen sind, muss angepasst werden. Zwar werden Arbeitsinhalte und Arbeitsorganisationen durch die Digitalisierung verändert, allerdings sind die verschiedenen Berufsgruppen unterschiedlich stark davon betroffen.

Bei den betroffenen Berufsgruppen nehmen aber die neuen Arbeitsformen künftig immer mehr Einfluss auf die moderne Arbeitswelt.

Im Zuge vom Homeoffice könnten bei digitalen Unternehmen physische Büroräumlichkeiten schon bald der Vergangenheit angehören.

Außerdem werden bei New Work immer mehr neue digitale Leadership-Kompetenzen für Führungskräfte gefordert, bei denen es vorrangig darum geht, Teams digital zu führen.

Auch das Weiterbildungsangebot muss in Zukunft verstärkt werden, sodass Arbeit 4.0 gut funktionieren kann.

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